Heilmittel und Nahrung- Knospen von Bäumen und Sträuchern

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Teil 1

Knospen von Bäumen

„Lass deine Nahrung dein Heilmittel sein! Lass Heilmittel deine Nahrung sein!“  Hippokrates von Kos

 

Knospen von Bäumen und Sträuchern

Die günstigen Lebensbedingungen  des Sommers bieten den Bäumen ausreichend Energiereserven, um neue Knospen für das folgende Jahr anzulegen. 

Bäume setzen zudem auf nachhaltige Ressourcen, denn würden sie ihre Knospen im Sommer austreiben lassen, würde die Zeitspanne für einen Kreislauf von Blüte zur Frucht nicht ausreichen. Junge Pflanzenteile würden den Winter nicht überstehen und es würde für die Bäume ein hohes Maß an Stress und Energieverlust bedeuten. So legen die Bäume ihre Knospen über den Winter schlafen, stellen die Fotosynthese ein, bis sie im Frühjahr ihren Modus wieder auf Wachstum umstellen und die Knospen können weiter wachsen. 

Die Knospen sichern also die nächste Pflanzengeneration und dienen dem Wachstum und der Verzweigung. Selbst nach Verletzungen, Tierverbiss oder Radikalschnitt, können Bäume an ihren Knospen wieder austreiben. 

Ein Baum produziert bis ins hohe Alter immer wieder neue Knospen!

Weshalb sind Knospen so wertvoll?

In Knospen ist die Lebenskraft der Pflanze konzentriert. Sie verfügen über ein großes Wachstumspotential und sind eine wertvolle Quelle heilsamer Wirkstoffe. Die Vitalkraft eines Baumes ist in seinen Knospen komprimiert. 

“Knospe ist derjenige Teil eines Gewächses, welcher den Entwurf zum weiteren Wachstum enthält.” Carl Ludwig Wildenow, Botaniker 18.JH.

Die Knospe bildet in ihrem Embryonalgewebe eine miniaturisierte Kopie des Baumes. Die Knospe ist also ein ganzer Baum!

Embryonalgewebe ist jung, gesund und vital und alle Zellen sind auf Wachstum programmiert. Die Meristeme, die pflanzlichen Stammzellen teilen sich und bilden gesundes Embryonalgewebe. Das macht Knospen so einzigartig und besonders wertvoll. 

In der Gemmotherapie werden ausschließlich junges, teilungsfähige Gewebe von Pflanzen, das in den Knospen, jungen Sprossen und Trieben sowie in wachsenden Wurzelspitzen vorhanden ist, verwendet. Extrakte des hoch teilungsaktiven pflanzlichen Embryonalgewebes enthalten hochwirksame Heilkräfte für den Menschen. 

Dafür werden junge Knospen in einer Alkohol-Glyzerin-Lösung eingelegt. Diese Gemmomittel sind bis zu 2 Jahre haltbar. 

Ein Gemmomittel aus Birke eignet sich für eine Frühjahrskur zur Entgiftung und Vitalisierung. Knospen des Haselnussstrauchs haben eine entwässernde, lymphanregende Wirkung und sollen gegen chronische Bronchitis wirken. 

Eine ausführliche Beschreibung und nähere Informationen zu den einzelnen Heilwirkungen der Pflanzenknospen und die Herstellung eines Gemmomittels schreibe ich euch demnächst auf.

Um Knospen näher kennen zu lernen und die wunderbare Wirkung der Knospen zu erfahren, gibt es auch die Möglichkeit sie als Nahrungsmittel zu verwenden. 

Dabei ist es allerdings wichtig, Knospen nur in Maßen zu sammeln! 

Kräuter ernte ich mit einem Korb, Knospen mit dem Fingerhut!

„Haselsan“ Rezept

Rohköstlicher, veganer und vitalstoffreicher Parmesanersatz

Zutaten:

125 g geröstete Cashewkerne

1 kleine Hand voll Haselkätzchen und einige Knospen

½ TL Salz

2 TL Hefeflocken

Ich röste die Cashewkerne in der Pfanne an, bis sie duften. Aber du kannst auch ungeröstete Cashewkerne verwenden. Wenn sie abgekühlt sind, gebe ich sie mit den anderen Zutaten in den Möser und vermahle alle Zutaten. In einem Glas mit Schraubdeckel würde sich der “Haselsan” im Kühlschrank einige Wochen halten, doch das schafft er in unserer Familie nicht!

“Haselsan” schmeckt nicht nur lecker, er bereichert auch unsere tägliche Nahrung mit den lebendigen Kräften des Haselnussstrauchs. Die Haselkätzchen enthalten viel pflanzliches Eiweiß und Mineralstoffe. Die Knospen wirken blutbildend und vitalisierend. 

Hinweis für Allergiker:

Ich selbst reagiere auf den Blütenstaub der Haselkätzchen, kann aber sowohl die Knospen, als auch die zermahlenen Kätzchen ohne allergische Reaktion genießen!

Du kannst aber auch die Haselkätzchen weglassen und nur einige Knospen hinzugeben.

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